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Fehlpaarungen bei Amphibien

Fehlpaarungen zwischen Grasfrosch und Erdkröte

Fehlpaarungen zwischen Grasfröschen und Erdkröten sind wegen der überlappenden Laichzeiten und der passenden Größe der Tiere die häugigsten zu beobachtenden Fehlpaarungen.

Fehlpaarung Grasfrosch-Männchen / Feuersalamander

Fehlpaarungen von Grasfrosch-Männchen mit Feuersalamandern sind zwar ungewöhnlich aber nicht so selten, da sie im März häufig zusammen an den Laichplätzen zu finden sind. Für die Feuersalamander endet das wohl immer tötdlich, da sie sich nicht aus der Umklammerung lösen können und am Ende ertrinken. Die erst solchen Fehlpaarungen konnte ich in der Jugend in den 1970er Jahren beobachten (Schlüpmann 1981).
Die folgenden Fotos stammen aus der Sterkrader Heide in Oberhausen vom 16.03.2004.
(c) Martin Schlüpmann

Fehlpaarung Teichfrosch und Erdkröte

Eher selten sind Fehlpaarungen von spätlaichenden Arten mit Erdkröten-Weibchen, da die Erdkröten das Wasser zur Laichzeit der Wasserfrösche längst verlassen haben. Allerdings kommt es dann zu solchen Fehlpaarungen, wenn Erdkröten im Sommer das Wasser aufsuchen. Das machen sie regelmäßig dann, wenn sie mit Maden der Krötenschmeißfliege befallen sind. Das Foto entstand in einem Tümpel am Rande des Duisburger Haubachsees am 13.06.2003. Auch hier ist das Weibchen der Erdkröte mit Maden von Lucilia bufonivora befallen. Vereinzelt habe ich auch befallene Erdkröten mit Kreuzkröten-Männchen gefunden.
(c) Martin Schlüpmann

Fehlpaarung u. seltene Zeichnung eines Seefrosches

Volker Brinkmann und Schüler (6. Jahrgangsstufe) seiner "AG Naturfotografie" an der Gesamtschule Troisdorf fanden am 06.03.2006 gegen 15.00 Uhr, an einem der raren einigermaßen warmen Märztage, eine Fehlpaarung von Grasfrosch-Männchen und einem Wasserfrosch-Weibchen (wegen der Größe sicher ein Seefrosch Rana ridibunda).

Volker Brinkmann schreibt dazu:
"Die Kinder meiner AG hatten die Tiere (anfangs ein Dreierknäuel) kurz zuvor im Schulteich auf unserem Schulgelände gesichtet (Gesamtschule Troisdorf, Am Bergeracker 31, 53842 Troisdorf), weil das Weibchen sich offenbar der doppelten Umklammerung zu erwehren suchte. Wir haben die Tiere daher mit dem Kescher herausgefischt, der zufällig zur Hand war, das bäuchlings klammernde Männchen entfernt (und wieder in den Teich gesetzt), das verbleibende "Paar" fotografiert und ebenfalls in den Teich zurück gesetzt. Die klammernden Männchen waren offenkundig Grasfrösche, aber das "gewaltige" Weibchen konnte ich nicht "unterbringen". Der Teich gehört zu unserem Schulgarten (umzäunt), ist ein gut 10 Jahre alter Folienteich von ca. 15 qm Fläche und einer Tiefe zwischen 60 bis 80 cm mit relativ kräftigem Bewuchs. Amphibien haben es in dem Teich wegen zahlreicher Goldfische sehr schwer. Da ich kein Biologielehrer bin, bin ich nur selten dort und kann daher über den amphibischen Artenbestand wenig sagen, außer, dass dort konstant einige Grünfrösche (m. E. Teichfrösche) überleben, die man auch rufen hört. Ihr Bestand dürfte unter 10 liegen. Grasfrösche habe ich auf unserem Gelände nur selten gesichtet. Wir werden nun aber die Verhältnisse genauer verfolgen (Laich etc.) und uns bei interessanten Befunden wieder melden. ...

Thomas Mutz schreibt zu der Färbung des Wasserfrosches
"dass diese starke Marmorierung zwar nicht allzu häufig vorkommt, sie kann aber manchmal bei heimischen Wasserfroschweibchen (Rana kl. esculenta) auftreten! Ich habe hier in den Rieselfeldern schon weibliche Wasserfrösche mit einer solchen Zeichnung gesehen."

Am 12. Mai schreibt mir Herr Brinkmann ergänzend
"Ich habe (zufällig genau) heute kurz den Schulteich besucht und dort mindestens zwei (offenbar sind es aber mehr) große Grünfrösche mit hellem Rückenstreifen gesichtet. Kurz danach riefen sie auch noch, so dass ich ziemlich sicher bin (inzwischen "bewaffnet" mit Ihren Bestimmungshilfen = Rundbrief 28, die sehr hilfreich sind), dass es Seefrösche waren."

Letzte Änderung am Sonntag, 25. Juni 2017 um 12:40:55 Uhr.

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