2005

Die Tiere und Pflanzen des Morsbacher Berglandes

Die Tiere und Pflanzen des Morsbacher Berglandes

aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Die Tiere und Pflanzen des Morsbacher Berglandes
von Christoph Buchen
mit Anmerkungen zu angrenzenden Gebieten. Erweiterte, kommentierte Artenlisten und schutzwürdige Biotope/Objekte.
Nümbrecht (Martina Galunder Verlag) 2004, 145 überwiegend farbige Fotos, 296 Seiten; 24,90 €, ISBN: 3-89909-042-X

Christoph Buchen fasst in diesem Buch seine Beobachtungen von heimischen Pflanzen und Tieren seit 1967 zusammen. Er bietet zunächst eine sehr knappe Einführung in das behandelte Gebiet und beschreibt die Kartierungseinheiten (MTB, Quadrant, Minutenfeld). Es folgen kommentierte Artenlisten der Vögel (139 Arten), Säugetiere (53), Amphibien (12), Reptilien (6), Fische und Rundmäuler (18), Insekten (358) und anderer Tierklassen (37), sowie der Pflanzen (648) einschließlich Pilzen (42), Moosen (22) und Flechten (2). Schon die Nennung der Artenzahlen macht deutlich, dass nur bei den Wirbeltieren von einer einigermaßen vollständigen Erfassung auszugehen ist. Hier und bei den Gefäßpflanzen, vielleicht noch bei den Tagfaltern und Libellen erreicht die Auflistung einen dokumentarischen Wert. Die übrigen Wirbellosen sowie Moose, Pilze und Flechten sind, obwohl bei jeder Gruppe für sich große Artenzahlen zu erwarten sind, derart unvollständig aufgeführt, dass man den Sinn ihrer Nennung in einer Buchpublikation in Zweifel ziehen kann, zumal wenn in manchen Fällen nur die Gattung oder Familie genannt wird. Eine Beschränkung auf die besser bekannten Artengruppen wäre möglicherweise sinnvoller gewesen. Wenn es um die Nennung von Arten geht, kann man aber auch anderer Meinung als der Rezensent sein. Die Kommentare zu den allermeisten Arten sind sehr knapp, oft nur stichpunktartig. Überwiegend sind auch die Messtischblatt-Quadranten, in denen die Art nachgewiesen ist, aufgelistet. Bei einigen älteren Fundpunktangaben, die nicht von C. Buchen stammen können, wird leider die Quelle nicht immer eindeutig genannt. Die Reihenfolge der Auflistungen folgt alphabetisch den deutschen, wenn kein solcher bekannt ist, den wissenschaftlichen Namen. Auch die Pflanzen sind alphabetisch nach den wissenschaftlichen Namen geordnet. Register am Ende des Buches helfen beim Auffinden der Arten.
Die Amphibien und Reptilien werden auf 6 Seiten behandelt. Schon dies macht deutlich, dass man hier keine tiefgreifende Abhandlung der Herpetofauna des Gebietes erwarten kann. Neben den heimischen Arten werden auch einige eingeschleppte oder aus Gefangenschaft geflüchtete Tiere aufgeführt, die aber allesamt ohne Belang für die heimische Natur sind, da eine Einbürgerung zum Glück aus klimatischen Gründen nicht zu erwarten ist. Man hätte sie daher genauso gut weglassen können, ohne dass dies den Wert des Buches geschmälert hätte. Beim Fadenmolch – nach C. Buchen die seltenste Molchart – vermute ich eine deutliche Unterschätzung der tatsächlichen Bestände. Nur bei intensiven Kescher- oder Reuseneinsatz erschließt sich tatsächlich die Verbreitung und Häufigkeit der Molche. Der Teichfrosch heißt korrekt Rana kl. esculenta. Bei den unbestimmten Grünfröschen, von denen im Fototeil 2 Tiere zu finden sind (Abb. 37 und 102), handelt es sich im Falle der fotografierten Tiere um den Kleinen Grünfrosch Rana lessonae.
Eine Liste der geschützten oder schutzwürdigen Gebiete und Objekte beschließt den Textteil. Es folgt ein umfangreicher Fototeil. Die Qualität der Fotos ist sehr unterschiedlich. Viele dieser Fotos haben aber dokumentarischen Charakter und sind damit wertvoller als gestochen scharfe Fotos aus anderen Regionen.
C. Buchen hat mit seinem Buch eine sehr wertvolle Inventur der Flora und Fauna seiner Heimat geliefert und gezeigt, dass eine regelmäßige Protokollierung der eigenen Beobachtungen und Feststellungen wichtige Grundlagen floristisch-faunistischer Landeserforschung schafft. Damit bietet das Buch auch eine wichtige Anregung für viele andere Laienforscher. Jeder Interessierte kann ebenso wesentlich zur Kenntnis der Flora und Fauna seiner Heimat beitragen.
Martin Schlüpmann

Bezug: Martina Galunder Verlag, Alte Ziegelei 22, 51588 Nümbrecht; E-Mail: info@Martina-Galunder-Verlag.de

Der Laubfrosch - ein König sucht sein Reich

Der Laubfrosch

aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Der Laubfrosch - ein König sucht sein Reich
von Dieter Glandt

Beih. d. Z. f. Feldherpetologie 8. Bielefeld (Laurenti); Oktober 2004, 128 S. mit 44 Abb., 6 Tab. und 8 Farbtafeln, Br, 15 x 21 cm, ISBN 3-933066-20-4

Atlas of the Amphibians and Reptiles of Poland

Atlas of the Amphibians and Reptiles of Poland

aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Atlas of the Amphibians and Reptiles of Poland - Status, Distribution, Conservation
von Glowacinski, Z. & J. Rafinski (Hrsg.)
Originaltitel: Atlas Plazów i Gadów Polski. Status, Rizmieszczenie, Ochrona. Warszawa-Kraków (Glowny Inspektorat Ochrony Srodowiska), 2003, 151 S., mit 4 Farbtafeln, ISBN 83-7217-208-0.

Nach langen Jahren der Vorarbeit ist endlich ein neuer Verbreitungsatlas für die Amphibien und Reptilien Polens verfügbar. Kernstück sind farbig gestaltete Verbreitungskarten für alle Arten mit einer Auflösung von 10 x 10 km. Gleichzeitig werden auch Karten auf UTM-Basis mit einem Raster von 50 x 50 km angeboten. Für alle Arten werden zwei Zeitkategorien unterschieden, nämlich bis 1970 und nach 1970, für seltene Arten (Emys orbicularis, Lacerta viridis, Elaphe longissima und Coronella austriaca) auch noch eine Zeitkategorie bis 1950. Die einleitenden Kapitel liegen auch in Englisch vor, dazu findet sich bei jeder Art eine knapp gehaltene englische Zusammenfassung. Von besonderem Interesse dürfte auch das über 22 Seiten gehende Literaturverzeichnis sein.

Die Amphibien und Reptilien in Dortmund 1980-2004

aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Die Amphibien und Reptilien in Dortmund 1980-2004
von Detlef Münch

Beitr. zur Erforschung der Dortmunder Herpetofauna 27: 56 S.; ISSN 0937-7182; synergenVerlag
Postfach 500163, 44201 Dortmund; synergen@web.de

Lebensräume und Arten der FFH-Richtlinie in NRW

aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Lebensräume und Arten der FFH-Richtlinie in Nordrhein-Westfalen
Beeinträchtigungen, Erhalts- und Entwicklungsmaßnahmen sowie Bewertung von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf (Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), 170 S.

Bezug: Infoservice MUNLV, Schwannstraße 4, 40476 Düsseldorf; infoservice@munlv.nrw.de; Einzelexemplare kostenfrei. Die Inhalte dieses Bandes sind auch auf der Internetseite des Ministeriums abrufbar: http://www.natura2000.munlv.nrw.de/ffh-broschuere/index.htm

Der Europäische Laubfrosch

Der Europäische Laubfrosch

aus Rundbrief Nr. 26 - Februar 2005:

Der Europäische Laubfrosch. Biologie - Schutzmaßnahmen - Effizienzkontrolle
von Dieter Glandt & Andreas Kronshage (Hrsg.)

Supplement 5 der ZfF. Bielefeld (Laurenti); November 2004, 192 S., mit 17 Beiträgen verschiedener Autoren, Br, 17 x 24 cm, ISBN 3-933066-22-0

Inhaltsverzeichnis: Vorwort; Hans Schneider: Der Laubfrosch, Hyla arborea: Rufe, Verhalten, Systematik; Jonas Barandun: Rückgang des Laubfrosches (Hyla arborea) im Alpenrheintal; Gert Berger, Thorsten Schönbrodt & Holger Pfeffer: Naturschutz in der Landwirtschaft mittels Flächenstilllegung - Profitiert (auch) der Laubfrosch (Hyla arborea) davon?; Rolf Böttger: Bestandsentwicklung des Laubfrosches (Hyla arborea) im Bereich Unna, Nordrhein-Westfalen; Hans-Joachim Clausnitzer: Die Entwicklung zweier Laubfrosch-Populationen bei unterschiedlichen Bedingungen; Marianna Demuth-Birkert: Sekundärlebensräume als Basis für den Aufbau eines Laubfrosch-Biotopverbundsystems im Main-Kinzig-Kreis (Hessen) - Erfahrungen und Perspektiven; Hans-Jörg Flottmann & Hubert Laufer: Wasserstandsdynamik in der mittleren Oberrheinaue beeinflusst das Fortpflanzungsverhalten des Laubfrosches (Hyla a. arborea); Dieter Glandt: Freilanduntersuchungen am Europäischen Laubfrosch (Hyla arborea) im nördlichen Münsterland als Grundlage für Artenschutzmaßnahmen; Günter Gollmann, Sonja Loos, Axel Schmidt & Birgit Gollmann: Vorkommen, Gefährdung und Schutz des Laubfrosches (Hyla arborea) in den Außenbezirken der Stadt Wien; Wolf-Rüdiger Grosse: Zur Ökologie des Laubfrosches, Hyla arborea, im Sommerhabitat in der Elster-Luppe-Aue zwischen Leipzig (Sachsen) und Halle (Sachsen-Anhalt): Wanderungen, Wachstum, Sitzwarten und Gefährdung; Finn Hansen: Verbreitung und Gefährdung des Laubfrosches (Hyla arborea) auf Bornholm (Dänemark) und Maßnahmen zur Lebensraumoptimierung; Jan Kanzelmeier & Markus Richter: Das Schlatt-Programm der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz - Ein Beitrag zur Sicherung und Entwicklung der Laubfrosch-Populationen; Yvonne Meuche & T. Ulmar Grafe: Nummerierte Hautimplantate - eine alternative Markierungsmethode für den Europäischen Laubfrosch (Hyla arborea)?; Jérome Pellet & Sophie Hoehn: Characterization of tree frog (Hyla arborea) calling ponds in western Switzerland; Urs Tester & Christoph Flory: Ergebnisse des Pro Natura-Programms "Laubfrosch" im Aargauer Reusstal (Schweiz); Ronald Zollinger: Das Artenschutzprogramm Laubfrosch in den Niederlanden; Silvia Zumbach: Die Laubfrösche (Hyla arborea und H. intermedia) in der Schweiz - Verbreitung, Gefährdung und Schutz

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