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40 Jahre Arbeitskreis (gegründet im Januar 1978)
Aus der schon seit vielen Jahren von Reiner Feldmann aufgebauten Kernarbeitsgruppe wurde im Januar 1978 in Menden der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Westfalen gegründet. Nur wenige Wochen später wurde der rheinische Arbeitskreis im BNU (heute BUND) gegründet. Von 1987-1992 wurden die beiden Arbeitsgruppen allmählich vereint.

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41/1 Albrecht Belz verstorben

Albrecht Belz 2004

Albrecht Belz 15.11.1942–10.12.2017

Albrecht Belz war ein „Urgestein“ der Faunistik und des Naturschutzes in unserem Land. Zeit seines Lebens war er seiner Heimat, dem Wittgensteiner Land (heute der Ostteil des Kreises Siegen-Wittgenstein) eng verbunden. Als solcher war er eigentlich auch kein Westfale, denn die Menschen im Wittgensteiner Land an der Südabdachung des Rothaargebirges sind eigentlich Hessen, wie Albrecht seinen westfälischen Kollegen manchmal erklärte. Jedenfalls war Albrecht Belz aufgrund seines breiten Fachwissens zur Flora und Fauna und seines langjährigen Engagements im regionalen Naturschutz bei vielen Fachkollegen in ganz Westfalen gut bekannt.

Sein Studium des Lehramtes führte ihn zur Universität Bonn. Seine Examensarbeit an der Universität Bonn schrieb er 1966 zur Farbgenetik der Hausmäuse. Nach dem Studium zog es ihn wieder ins Wittgensteiner Land. Hier unterrichtete er an der Realschule die Fächer Biologie, Chemie und Englisch. Lothar Bode schildert ihn als hoch engagierten Lehrer, der die Fächer mit großer Leidenschaft unterrichtete, insbesondere die Biologie („Er brannte für die Biologie“), und der es vermochte, mit seiner Begeisterung viele seiner Schüler anzustecken. Man spürt die Begeisterung in den Nachrufen zweier seiner Schüler (Matthias Mennekes, Lothar Bode) bis heute.

Er gehörte auch früh zur feldherpetologischen Kernarbeitsgruppe von Reiner Feldmann aus der dann der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Westfalen (heute NRW) hervorging und war natürlich auch beim ersten Arbeitskreistreffen in Menden vor mehr als 40 Jahren im Jahr 1978 dabei. In dieser Zeit um 1980 veröffentlichte er auch eine erste Herpetofauna des Kreises Siegen-Wittgenstein und beteiligte sich als Autor an der „Herpetofauna Westfalica“, die Reiner Feldmann 1981 herausgab.

Aber sein Fachwissen war nicht nur in der Herpetologie gefragt, er war auch bestens vertraut mit den Vögeln, Säugetieren, Insekten (insbesondere den Libellen) und der Flora seiner Heimat. Maßgebliche Beiträge, teilweise auch als Buch oder Monographie stammen aus seiner Feder und wenn man, mit dem äußersten Süden Westfalens nur wenig vertraut war, war er der erste Ansprechpartner. So zählte er in den 1980er und 90er Jahren eigentlich immer zu den bekanntesten und wichtigsten Mitgliedern verschiedener landesweiter Arbeitsgruppen.

Albrecht Belz war aber vor allem auch ein engagierter Naturschützer. Er gründete die erste Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz im Kreisgebiet (später die Regionalgruppe Wittgenstein des NABU) und organisierte naturkundliche Exkursionen, die Analyse von Eulengewöllen und Arbeitseinsätze zur Anlage von Tümpeln, zur Pflege von Schutzgebieten und zur Öffnung von verschütteten Bergwerkstollen. Matthias Mennekes kann berichten, dass er der Motor der Aktivitäten war und viele Einsätze mit dem Belzschen Familienauto angesteuert wurden. Seine gleichfalls engagierte Frau Roswitha war oft dabei. Er war auch Gründungsmitglied des damaligen BNV (Bund für Naturschutz und Vogelkunde) und später dann langjähriger Vorsitzender und Vorstandsmitglied des daraus hervorgegangenen NABU-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein.

Viele Projekte hat er initiiert und realisiert. Auch die Biologische Station des Kreises geht auf seine Initiative zurück. Bei Gründung des Trägervereins der Biologischen Station am 17.11.1989 wurde er auch zu einem der beiden stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und am 1.9.1990 nahm die Station bereits ihre Arbeit auf. Fast 16 Jahre engagierte er sich im Vorstand. Erst am 15.3.2006 schied er auf eigenem Wunsch aus. In all den Jahren profitierte die Biologische Station, so Michael Frede, sehr von seinem profunden Wissen.

Aber Albrecht Belz war auch ein sehr politischer Mensch und engagierte sich daher folgerichtig, jahrelang auch in der kommunalen Politik seines Kreises, wobei er auch hier für die Ziele des Naturschutzes engagiert eintrat. Bereits 1979 war er als stellvertretendes Mitglied im Landschaftsbeirat tätig. Er wurde Mitbegründer der Grünen in Siegen-Wittgenstein. In seiner Gemeinde Erndtebrück war er im Rat vertreten. Von 1984 bis 1999 gehörte er dem Kreistag Siegen-Wittgenstein an, wo er 1984-85 und 1996-97 auch Fraktionsvorsitzender seiner Partei war. In dieser politischen Funktion wurde er auch Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Landschaftsschutz und des Ausschusses zur Förderung der Landwirtschaft, dessen Vorsitzender er von 1994-99 war. Auch im Sport- und im Rechnungsprüfungsausschuss war er Mitglied.

Von seinen Wegbegleitern wird Albrecht Belz als streitbarer Naturschützer geschildert, der Konfrontationen mit Widersachern nicht scheute und bei unsachlichen Anfeindungen verbal und mit spitzer Feder (z. B. in Leserbriefen) kontern konnte. Bei all dem war er sehr konsequent. Das Auto war nur Mittel zum Zweck. Lieber lief er, z. T. auch mit seinem Sohn Ingmar Langlauf oder nahm das Fahrrad. Einer von uns (M. S.) erinnert sich noch an einen Besuch zusammen mit Michael Bußmann bei ihm in den 1990er Jahren, bei dem wir aufs Fahrrad umgestiegen sind, um unsere Exkursionsziele zu erreichen.

An Mitte der 2000er Jahre litt er zunehmend unter gesundheitlichen Problemen. Er zog sich aus vielen Aufgaben und Funktionen zurück und es wurde still um ihn. Doch blieb er in unseren Erinnerungen lebendig und ist das bis heute. Er hat viel erreicht und vieles bleibt. Seine akribischen und wertvollen Publikationen dokumentieren die Natur seiner Heimat in den 1960er bis in die Jahre nach der Jahrtausendwende. Die von ihm gegründeten Naturschutzverbände führen sein Engagement und die Biologische Station seine Arbeit heute professionell fort. Dennoch vermissen wir ihn.

Nachrufe im Internet
Mennekes, M. (2017): Zum Tod von Albrecht Belz. – NABU Siegen-Wittgenstein. Online im Internet: https://www.nabu-siwi.de/wir-im-nabu/nachruf-albrecht-belz/
Frede, M. (2018). Albrecht Belz und die Biologische Station im Kreis Siegen-Wittgenstein. – Biologische Station Siegen-Wittgenstein. Online im Internet: http://biologische-station-siegen-wittgenstein.de/nachruf-fuer-albrecht-belz/
Bode, L. (2018): Erinnerungen an Albrecht Belz. – NABU Siegen-Wittgenstein. Online im Internet: https://www.nabu-siwi.de/wir-im-nabu/nachruf-albrecht-belz/

Weitere Quellen
Traueranzeigen Siegener Zeitung vom 30.12.2017 (Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen)vom 5.1.2018 (Landrat Andreas Müller für den Kreistag und den Kreis Siegen-Wittgenstein)
vom 6.1.2018 (Die Hinterbliebenen Roswitha und Ingmar Belz, Erndtebrück, Familie Ursula Schmale, Westerburg)vom 9.1.2018 (NABU-Kreisverband Siegen-Wittgenstein)

Anschrift:
Martin Schlüpmann, Hierseier Weg 18, 58119 Hagen; E-Mail: m.schluepmann@ish.de

Albrecht Belz mit NABU-Kindergruppe 2006

Schriften von Albrecht Belz

Cover des Libellenbandes von 2000

  • Belz, A. (1966): Die Farbgenetik der Hausmaus Mus musculus L. – Examensarbeit Bonn.
  • Belz, A. (1981a): 1980 – Zur Situation des Naturschutzes in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 45: 57-60.
  • Belz, A. (1981b): Die Lurche und Kriechtiere Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 69: 143-162.
  • Belz, A. (1982a): Die Lurche und Kriechtiere Wittgensteins II. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 46: 17-24.
  • Belz, A. (1982b): Eisenbahneinschnitte als Amphibienlebensräume – mit einem Hinweis auf eine Kreuzkrötenpopulation (Bufo calamita Laurenti, 1768) im südwestfälischen Bergland. – Natur und Heimat 42 (1): 16-21.
  • Belz, A. (1983): Die Bärlappe, Schachtelhalme, und Farne Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 47: 131-141.
  • Belz, A. (1984): Hausmaus – Mus musculus Linnaeus, 1758. In: Schröpfer, R., Feldmann, R.; Vierhaus, H. (Hrsg.): Die Säugetiere Westfalens. – Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 46 (4): 252-258.
  • Belz, A. (1985): Der Neuntöter. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 49 (3): 102-104.
  • Belz, A. (2004): Sind Amsel, Drossel, Fink und Star weniger geworden? In: Burkardt, J.; Lückel, U. (Hrsg.): Aufsätze zu Geschichte und Naturkunde Wittgensteins. Eberhard Bauer zum 75. Geburtstag. – Kreuztal (###Verlag?): 21-27.
  • Belz, A. (1987): Die Libellen Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 75 (Bd. 51 H. 2): 72-84.
  • Belz, A. (1988): Ein Massenschlafplatz der Bergfinken. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 52 (2): 58-59.
  • Belz, A. (1989): Die Libellen Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 75 (Bd. 53 H. 4): 121-123.Belz, A. (1989): Die Verbreitung der Bärlappe in Wittgenstein. – Kratzdistel, Siegen (1/89): 61-66.
  • Belz, A. (1990a): Neuere Libellenbeobachtungen aus Wittgenstein. – Kratzdistel, Siegen (1/90): 67-68.Belz, A. (1990b): Neuer Libellenfund. – Kratzdistel, Siegen (2/90): 64.
  • Belz, A. (1991): Neuere Funde von Flachbärlappen Wittgenstein. – Kratzdistel, Siegen (2/91): 22-23.Belz, A. (1997): Fließgewässerlibellen in Wittgenstein. – Beiträge zur Tier- u. Pflanzenwelt d. Kreises Siegen-Wittgenstein Bd. 4: 43-51.
  • Belz, A. (1999a): Die Säugetiere Wittgensteins. Insektenfresser. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 54 (1): 8-15.
  • Belz, A. (1990b): Die Säugetiere Wittgensteins. Fledermäuse. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 54 (3): 98-115.
  • Belz, A. (1991): Die Säugetiere Wittgensteins. Hasentiere, Nagetiere. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 55 (2): 46-66.
  • Belz, A. (1992a): Die Säugetiere Wittgensteins. Raubtiere. – Wittgenstein 56 (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) (2): 38-57.Belz, A. (1992b): Die biologische Station Rothaargebirge. – Wittgenstein 56 (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) (3): 119-120.
  • Belz, A. (1993): Die Säugetiere Wittgensteins. Paarhufer. – Wittgenstein 57 (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) (3): 117-128.
  • Belz, A. (1994): Die Säugetiere Wittgensteins. Rotwild. – Wittgenstein 58 (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) (1): 2-19.
  • Belz, A. (1995): Die Säugetiere Wittgensteins. Muffelwild. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 59 (3): 114-126.
  • Belz, A. (2000): 2000 – Die Situation des Naturschutzes in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 64 (1): 21-24.
  • Belz, A. (2001): Unterirdische Bergwerke in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 65 (1): 2-13.
  • Belz, A. (2002): Unterirdische Bergwerke in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 66 (1): 2-16.
  • Belz, A. (2002): Unterirdische Bergwerke in Wittgenstein. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 66 (2): 61-75.Belz, A.; Radenbach, T. (2008): Historischer Bergbau in Wittgenstein. – Erndtebrück, 164 Seiten
  • Becker, W.; Belz, A.; Benfer, E.; Peter, A. (1983): Flora und Fauna im Puderbacher Tal. In: Wied, W. (Hrsg.): Puderbach im Wittgensteiner Land – Laasphe-Puderbach (Selbstverlag des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.): 13-22.
  • Belz, A. (2005): Neues aus Flora und Fauna. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 69 (1): 6-8.
  • Belz, A.; Fasel, P.; Peter, A. (1992): Die Farn- und Blütenpflanzen Wittgensteins. – Erndtebrück (Herausgeber: Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Siegen-Wittgenstein, Regionalgruppe Wittgenstein).
  • Belz, A.; Fuhrmann, M. (1995): Die Libellen des Kreises Siegen-Wittgenstein – Aufruf zur Mitarbeit. – Beiträge zur Tier- u. Pflanzenwelt d. Kreises Siegen-Wittgenstein 3: 64-70.
  • Belz, A.; Fuhrmann, M. (2000a): Libellen. – Beiträge zur Tier- u. Pflanzenwelt d. Kreises Siegen-Wittgenstein, Siegen 6: 82 S.
  • Belz, A.; Fuhrmann, M. (2000b): Die Libellen des Kreises Siegen-Wittgenstein. In: Schlüpmann, M. & G. Grüne (Red.): Beiträge zur Libellenfauna in Südwestfalen. – Der Sauerländische Naturbeobachter, Lüdenscheid 27: 45-48.
  • Belz, A.; König, H. (1983): Die Vogelwelt Wittgensteins. – Kreuztal (Hrsg. Wittgensteiner Heimatverein e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bund für Naturschutz und Vogelkunde Siegen-Wittgenstein e. V.), 204 S.
  • Belz, A.; Mennekes, M. (1982): Ehemalige Bergwerkstollen für Fledermäuse gesichert. – LÖLF-Mitteilungen, Recklinghausen 7 (3): 46-47.
  • Belz, A.; Peter, A. (1983): Die Liliengewächse Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 47: 3-9.
  • Belz, A.; Peter, A. (1984): Die Orchideen Wittgensteins. – Wittgenstein (Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.) 48: 46-52.
  • Feldmann, R.; Belz, A. (1981): Bergmolch – Triturus a. alpestris (Laurenti, 1768). In: Feldmann, R. (Hrsg.): Die Amphibien und Reptilien Westfalens. – Abhandlungen aus dem Landesmuseum für Naturkunde zu Münster in Westfalen 43 (4): 45-54.
  • Feldmann, R.; Belz, A.; Keller-Woelm, P. (1981): Teichmolch – Triturus v. vulgaris (Linnaeus 1758). In: Feldmann, R. (Hrsg.): Die Amphibien und Reptilien Westfalens. – Abhandlungen aus dem Landesmuseum für Naturkunde zu Münster in Westfalen 43 (4): 63-67.
  • Feldmann, R.; Belz, A.; Schlüpmann, M. (1981): Fadenmolch – Triturus h. helveticus (Razoumowsky, 1789). In: Feldmann, R. (Hrsg.): Die Amphibien und Reptilien Westfalens. – Abhandlungen aus dem Landesmuseum für Naturkunde zu Münster in Westfalen 43 (4): 58-62.
  • Schlüpmann, M.; R. Feldmann; Belz, A. (2005): Stehende Kleingewässer im Südwestfälischen Bergland: Charakteristik und Fauna am Beispiel der Libellen und der Wirbeltiere. In: Pardey, A. & B. Tenbergen (Hrsg.): Kleingewässer in Nordrhein-Westfalen. Beiträge zur Kulturgeschichte, Ökologie, Flora und Fauna stehender Gewässer. – Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 67 (3): 201-222.

41/2 Ringelnattern

Von den Ringelnattern werden bei uns seit langem zwei Unterarten unterschieden, die östliche Nominatform (Natrix natrix natrix) und die westliche Barren-Ringelnatter (Natrix natrix helvetica). Mit der Aufwertung der Ringelnatter-Unterart zur Art Natrix helvetica im Jahr 2017 haben wir in NRW, wie überhaupt in weiten Teilen Westdeutschlands, ein großes Problem. Nach äußeren Merkmalen lassen sich viele Tiere bei uns nicht zuordnen. Eigentlich deuten die vielen Mischformen auf eine breite Übergangszone zweier Unterarten hin. Es scheint daher nicht sicher, ob es wirklich berechtigt ist, aus den Linien zwei Arten zu machen. Für die Praxis der Artenerfassung bedeutet das jedenfalls, dass in sehr vielen Fällen nur noch eine Zuordnung zum Paar Natrix natrix/helvetica möglich ist. Als solche werden wir die Funde immer dann erfassen, wenn eine eindeutige Bestimmung nicht möglich ist, was in weiten Teilen unseres Landes die Regel sein wird. Damit auch für die Online-Erfassungen ein Name für unsere Funde zur Verfügung steht, haben wir das Artenpaar im eigenen Fundmeldesystem aufgenommen und die zuständigen Kollegen von www.observation.org gebeten, zusätzlich dieses Artenpaar aufzunehmen. Das wurde auch bereits umgesetzt.

Barren-Ringelnatter Natrix (n.) helvetica

Barren-Ringelnatter Natrix (n.) helvetica

Dieses typisch gezeichnete Tier aus dem Siegerland wurde von W. Fellenberg zwischen Brachthausen und Kohlhagen gefunden (1970). Foto: Hans Grünwald.

Barren-Ringelnatter Natrix (n.) helvetica

Mülheim an der Ruhr

Mischform

Ringelnatter - Flankenzeichnung einer Mischform

nordwestliches Sauerland

Ringelnatter - Flankenzeichnungen

Zeichnungen von Mischformen der beiden Unterarten (aus Schlüpmann 1982a).

Ringelnattern (Nominatform) Natrix (n.) natrix

Natrix natrix Ringelnatter (Nominatform)

Brandenburg

Letzte Änderung am Sonntag, 7. Oktober 2018 um 18:02:42 Uhr.

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