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Nachrichten 2015

Masterarbeit zu Wasserfröschen .....

Kleiner Wasserfrosch-Männchen

Aufruf zur Meldung von Wasserfrosch-Beobachtungen und -kartierungen
Bitte melden Sie ihre Funde .....

08.11.2015 Jahrestagung

mehr zur Tagung finden Sie hier ........

Rundbrief zur Herpetofauna NRW 38/8 - 2015

38/8
27.08.2015 Online-Atlas Deutschland hier .....
15.10.2015 Meldung von Wasserfröschen hier .....
31.10.2015 Feuersalamder ist Lurch des Jahres 2016 hier .....

27.08.2015 Online-Atlas Deutschland

Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien Deutschlands
Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) vom 27. August 2015

Rund 600.000 Einzeldatensätze für 33 heimische sowie 14 eingeschleppte Amphibien- und Reptilienarten, die einen bundesweiten Überblick über deren Verbreitung vermitteln. Das ist das Ergebnis eines Projektes, das die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz durchgeführt hat.
„Mit dem Online-Atlas steht nun eine umfassende und wichtige Datenbasis zur Verfügung, mit der Artenhilfsmaßnahmen gezielt entwickelt und durchgeführt werden können“, sagte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). „Dieses Projekt zeigt einmal mehr, dass der Naturschutz auf das Ehrenamt angewiesen ist. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz von Artenkennerinnen und Artenkennern gäbe es diesen Online-Atlas sicherlich nicht in der vorliegenden Form.“
Der Online-Atlas liefert nun – 18 Jahre nach dem Standardwerk der Amphibien und Reptilien Deutschlands von Rainer Günther – einen umfassenden Datenfundus für eine zukünftige Revision der Roten Listen der Amphibien und Reptilien Deutschlands und zeigt, welche Arten am häufigsten und welche besonders selten sind. Zu den sehr häufigen Arten zählen bei den Amphibien die Erdkröte und der Grasfrosch, bei den Reptilien Blindschleiche, Waldeidechse und Zauneidechse. Sehr selten ist bei den Amphibien der Alpensalamander, der seinem Namen entsprechend tatsächlich nur im Alpengebiet vorkommt. Bei den Reptilien sind fast die Hälfte der 13 Arten extrem selten, beispielsweise die Europäische Sumpfschildkröte, die Würfelnatter und die Aspisviper.
„Bestandsrückgänge, die mit einer Intensivierung der Landwirtschaft und einer Rekultivierung von Sekundärlebensräumen zusammenhängen, sind insbesondere bei der Knoblauchkröte und der Geburtshelferkröte zu verzeichnen. Bei den Reptilien sind die Bestände der Kreuzotter seit einiger Zeit stark rückläufig. Grund dafür sind vor allem Aufforstungen, Abtorfungen und Entwässerungen in Moorlebensräumen sowie eine zunehmende Fragmentierung ehemals zusammenhängender Waldgebiete“, bilanzierte Dr. Ulrich Schulte im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Feldherpetologie und Artenschutz der DGHT.
Der Verbreitungsatlas sowie das gesamte Projekt konnte nur in Zusammenarbeit mit zahlreichen Projektpartnern realisiert werden. Unter den insgesamt 32 Partnern befinden sich nicht nur Landesfachbehörden und Facharbeitsgruppen, sondern auch Verbände und Privatpersonen, die unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet und Daten gemeldet und geprüft haben. Die in vielen verschiedenen Dateien vorliegenden Einzeldatensätze wurden von 20 datenhaltenden Institutionen aus allen deutschen Bundesländern akquiriert und zusammengestellt. Die ältesten Angaben reichen bis ins Jahr 1749 zurück, die jüngsten stammen aus dem Jahr 2014.
Auch der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien NRW hat seine Daten zur Verfügung gestellt und wird das auch weiterhin tun!
Melden auch Sie ihre Funde!

Hintergrund
Der Online-Atlas bietet einen aktuellen bundesweiten Überblick zur Verbreitung der Amphibien und Reptilien in Deutschland – dies erstmals auch in der vierfach genaueren Auflösung von Messtischblattquadranten (exklusive naturschutzfachlich besonders sensibler Arten). Der Nutzer hat die Möglichkeit, Karten anzusehen und herunterzuladen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die aggregierten digitalen Daten (keine fundpunktscharfen Daten oder Ortsangaben) hinter den Karten in Tabellenform zu nutzen sowie sich in Form von Steckbriefen über die Arten zu informieren.
Die Informationen aus dem Atlas sind unter Angabe folgender Quelle weiter nutzbar:
DGHT e. V. (Hrsg. 2014): Verbreitungsatlas der Amphibien und Reptilien Deutschlands, auf Grundlage der Daten der Länderfachbehörden, Facharbeitskreise und NABU Landesfachausschüsse der Bundesländer sowie des Bundesamtes für Naturschutz.
Zum Atlas: www.feldherpetologie.de/atlas

Eigene Funde melden .....

15.10.2015 Meldung von Wasserfröschen

Teichfrosch-Pärchen

Teichfrosch-Pärchen bei Kattenvenne

Aufruf zur Meldung von Wasserfrosch-Beobachtungen und -kartierungen
Masterarbeit: Untersuchungen zur Wasserfroschgruppe im Münsterland
Die einzelnen Wasserfroschformen (Kleiner Wasserfrosch, Seefrosch, Teichfrosch) werden bei Amphibien-Kartierungen nur selten getrennt aufgenommen. Oft wird die Gruppe stattdessen generell als Wasserfroschkomplex angesprochen. Das liegt an der Hybridisierung der Elternarten (Seefrosch und Kleiner Wasserfrosch), woraus der Teichfrosch entsteht, der in seinem Aussehen stark variieren kann, was die Bestimmung und Abgrenzung zu den beiden Elternarten erschwert.
Durch diese fehlende Artansprache gibt es eine große Wissenslücke über die Verbreitung der einzelnen Arten, was besonders für die FFH-Art, den Kleinen Wasserfrosch (Pelophylax lessonae), von großem Nachteil ist, denn eine Art kann nur dann effizient geschützt werden, wenn man weiß wo sie vorkommt.
Ziel dieser Masterarbeit ist es u. a., einen besseren Überblick über die Verbreitung der einzelnen Arten im Münsterland zu erhalten. Dafür wurden bereits verschiedene Gewässer auf ihr Wassserfroschvorkommen untersucht. Für ein umfassendes Bild, ist aber die Meldung möglichst vieler Beobachtungen oder Kartierungen aus dem gesamten Münsterland (Stadt Münster, Kreise Warendorf, Steinfurt, Borken, Coesfeld) nötig.
Vorhandene Daten können entweder direkt in die Datenbank des Arbeitskreises für Amphibien und Reptilien NRW eingegeben (Fundmeldungen) oder an die Masterstudentin Anuschka Tecker (a.tecker@uni-muenster.de) gesendet werden.
Wichtige Infos bei der Meldung sind:
- welche Wasserfroschformen wurden nachgewiesen (P. lessonae, P. ridibundus, P. esculentus)
- wieviele Individuen
- Bestimmung aufgrund von: Aussehen (Habitus, Größe, Färbung, Fersenhöcker), Rufen, Vermessung (Biometrie), Gewebeproben (DNA), Arthinweis / Meldung durch Dritte (ohne weitere Bestimmung)
- Datum
- Ort / Gewässerbezeichnung (z. B. durch Koordinaten, Markierung auf einer Karte)
- Beobachter / Kartierer
- evtl. Karte und Fotos
Über Ihre Mithilfe würden wir uns sehr freuen!

31.10.2015 Feuersalamder ist Lurch des Jahres 2016

DGHT AG Feldherpetologie

Auf der Tagung der DGHT-AG Feldherpetologie und Artenschutz in Germersheim am 31.10.2015 wurde der Lurch des Jahres 2016 vorgestellt: der Feuersalamander, Salamadra salamandra.

Mehr zum Salamander in NRW finden sie hier .....
Wenn Sie einen Feuersalamander gefunden haben können Sie hier eine Fundmeldung machen .....

Auf dem Foto von links: Richard Podloucky (Sprecher der AG), Axel Kwet (DGHT-Vorstand) und Darina Schmidt (Gestaltung).

Literatur

 
Neuauflage jetzt erschienen Verlagsprospekt ..... [6.881 KB]   Band zum Fallenfang von Amphibien erschienen: mehr Infos .....

Letzte Änderung am Sonntag, 5. Februar 2017 um 20:05:16 Uhr.

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