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Nachrichten 2017

40/5 Exkursion des Arbeitskreises

Dr. Burkhard Beinlich

in den Raum Höxter 2017

Schlingnatter, Zauneidechse und Kammmolch
Herpetologische Exkursion zu Schutzmaßnahmen in den Kreis Höxter

09:30-ca. 16:00 Uhr

Seit 2016 bietet der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien jährlich ein bis zwei Veranstaltungen zu herpetologisch interessanten Zielen in den verschiedenen Regionen von Nordrhein-Westfalen an. In diesem Jahr findet die Exkursion im Kreis Höxter (Ostwestfalen) unter der Leitung von Dr. Burkhard Beinlich (Landschaftsstation im Kreis Höxter) statt.
Das Ziel der Exkursion ist ein Gebiet im Bereich Taubenborn/Godelheim, in dem vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen vor allem für Schlingnatter und Zauneidechse sowie für den Kammmolch durchgeführt werden.
Die CEF-Maßnahmen für Schlingnatter und Zauneidechse im Rahmen des geplanten Neubaus der B 64 werden auf der Exkursion vorgestellt. Die Problemstellung (Zerschneidung der Lebensräume, Überbauung von Teilflächen) wird ebenso wie die Kompensationsmaßnahmen im Gelände erläutert. Das gleiche gilt für den Kammmolch. Vor Ort werden die bisher umgesetzten Maßnahmen vorgestellt und die Vorgehensweise und Probleme erläutert. Erste Ergebnisse des Monitorings zu Schlingnatter und Zauneidechse aus dem Jahr 2016 werden vorgestellt. Für den Kammmolch liegen Monitoringergebnisse aus den letzten 11 Jahren vor und werden auch vorgestellt.
Aufgrund der Flächengröße, auf denen die CEF-Maßnahmen durchgeführt werden (insgesamt 9 km Länge) kann die gesamte Exkursion am Zielort stattfinden.

Bitte geeignete Exkursionskleidung und eine Rucksackverpflegung für die Mittagspause mitbringen.

Die Exkursion wird von Dr. Burkhard Beinlich (Landschaftsstation im Kreis Höxter) geleitet.

Organisation
Dr. Andreas Kronshage, Andreas.Kronshage@lwl.org; Tel. 05453/8079810
Bei Interesse können auch Fahrgemeinschaften zum Treffpunkt in den Kreis Höxter organisiert werden (dazu bitte frühzeitig anfragen!).

Treffen: 9:30 Uhr: Pyrmonter Str. 77, 37671 Höxter, Parkplatz des Imbisses "Abi Döner" am Ortsausgang von Godelheim an der Pyrmonter Straße in Richtung Höxter; Geo-Koordinaten: 51.738737, 9.364961

Eindrücke der Exkursion 1

Eindrücke der Exkursion 2

Eindrücke der Exkursion 3

Eindrücke der Exkursion 4

40/4 Nachruf Joachim Pastors

Am 08.05.2017 verstarb Joachim Pastors im Alter von nur 54 Jahren.

Joachim Pastors war Biologe mit einem umfangreichen Wissen. Sein besonderes Interesse galt den heimischen Laubfröschen und Unken sowie den Feuersalamandern.

Er schloss 1993 sein Studium an der Ruhr Uni Bochum mit einer Arbeit über „die Auswirkungen von Niederschlagswassereinleitungen auf die Verbreitung und den Reproduktionserfolg des Feuersalamanders an Quellbächen in Wuppertal-Cronenberg“ ab, um dann überwiegend als freiberuflicher Biologe zu arbeiten. Schon viel früher jedoch hatte er fachliche Arbeiten verfasst, wie etwa 1982 gemeinsam mit R. Klewen und H. G. Winter über „die Häufung von Farbkleidanomalien beim Feuersalamander im Raume Wuppertal/Remscheid“. Auch in dem vorläufigen Verbreitungsatlas der Lurche und Kriechtiere im nördlichen Rheinland aus demselben Jahr findet sich bereits ein Beitrag von Joachim Pastors zur Waldeidechse. Zahlreiche weitere Publikationen sollten folgen, oft mit Bezug zu seiner Heimat im Bergischen Land.

Ich lernte Joachim Pastors 1989 kennen, als wir noch an der Ruhr Uni in Bochum studierten. Er züchtete damals Gelbbauchunken, deren Nachwuchs er im DGHT-Anzeigenjournal inseriert hatte. Bald darauf brachte er die für mich ersten Kaulquappen dieser Art mit an die Uni.

Neben der Herpetofauna war einer seiner weiteren Interessensschwerpunkte das Makrozoobenthos unserer Fließgewässer. Auch auf diesem Gebiet war er ein ausgezeichneter Kenner und untersuchte seit 1982 für die Herner BUND-Kreisgruppe die biologische Güte der Fließgewässer im Stadtgebiet. Dies mündete dann in eine gemeinsame Veröffentlichung „Biologische Untersuchungen von Fließgewässern in Herne 1985-2000“, die wir im Eigenverlag herausbrachten.

Joachim Pastors war unkonventionell und kontroversen Diskussionen nicht abgeneigt. Er hatte die Fähigkeit, sein Wissen auf unterhaltsame Weise an Kinder und Jugendliche zu vermitteln. So leitete er einige Jahre die Jugendgruppe beim BUND Herne und betreute in seinem Teichgelände in Wuppertal die „Nabu-Kids“.

Neben der Natur liebte Joachim Pastors die Musik. Man kann sagen: er war audiophil und er hatte höchste Ansprüche an die Klangqualität seiner Stereoanlage. So hohe, dass er eine Zeit lang selber Lautsprecherboxen von hervorragender Klangqualität herstellte. Das dafür nötige Wissen hatte er sich autodidaktisch angeeignet.

Im Laufe der Jahre wurde Joachim Pastors für mich und meine Familie zu einem guten Freund und Bekannten. Gemeinsame Touren führten uns in herpetologisch interessante Gebiete. Mit ihm gab es immer etwas zu entdecken, egal ob Reptilien am Kaiserstuhl oder Amphibien in den Elbauen bei Lüchow-Dannenberg. Gern erinnere ich mich auch an die Tage im Wuppertaler Teichgelände mit Exkursionen in die Umgebung und auch an den gemeinsamen Besuch von Fachtagungen – vom Laubfrosch 1992 in Potsdam bis zur Gelbbauchunke 2014 in Hagen.

Seit einigen Jahren litt Joachim Pastors an einer schweren Erkrankung. Deshalb musste er bei praktischen Naturschutzarbeiten kürzer treten, aber aufgegeben hat er nie. Verschiedene medizinische Behandlungen konnten die Krankheit leider nicht stoppen, sondern nur vorübergehend bessern.

Joachim Pastors wurde in einem Remscheider Friedwald unter großer Anteilnahme von Verwandten, aber auch zahlreicher Freunde und Bekannter beigesetzt. Er wird uns fehlen.

Jürgen Fröchte

Joachim Pastors auf der Gelbbauchunken-Tagung in der Stadthalle Hagen

40/2 Akademietagung in Münster

Akademie für ökologische Landesforschung e. V.
Jahrestagung und Mitgliederversammlung


Samstag, 11. März 2017, 11:00 Uhr
Ort: LWL- Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster

Programm

11:00 Uhr: Prof. Dr. Thomas Fartmann: Die Bedeutung von Ökosystemingenieuren für die Biodiversität im Grünland
11:45 Uhr: Dr. Carsten Schmidt: Alles im Fluss? Die Moosflora Westfalens im Umbruch

12:30 – 14:00 Uhr: Mittagspause

14:00 Uhr: Martin Schlüpmann: Aus der Arbeit des Arbeitskreises Amphibien und Reptilien NRW: Citizen Science, Feldmethoden, Erkenntnisse und neue Bedrohungen*
14:45 Uhr: Dr. Carsten Trappmann: Neue und alte Technik hilft bei der Klärung von Fragen zu den Fledermäusen im Münsterland

15:30 – 16:00 Uhr: Kaffeepause

ab 16:00 Uhr: Mitgliederversammlung (hierzu gesonderte Einladung)

*Vortrag des Projektgruppenleiters hier anrufen:
Martin Schlüpmann: Aus der Arbeit des Arbeitskreises Amphibien und Reptilien NRW: Citizen Science, Feldmethoden, Erkenntnisse und neue Bedrohungen ... [6.518 KB]

Letzte Änderung am Sonntag, 25. Juni 2017 um 12:40:24 Uhr.

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