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Fadenmolch - Lissotriton helveticus

Fadenmolch-Männchen

mit dem für Männchen typischen ca. 8 mm langen Schwanzfaden. Der Rückensaum ist flach und ungewellt. Zwischen Flanken und Rücken verleihen eine Leisten dem Tier ein kantiges Aussehen.

Verbreitung

Fadenmolch

Der Fadenmolch erreicht bei uns seine nördliche Arealgrenze. Während er im Bergland weit verbreitet und nicht selten ist, fehlt er in den westfälischen Niederungen. Einige Ausnahmen sind in den letzten Jahren bestätigt worden. Ein räumlich stark isoliertes Areal liegt an der unteren Lippe im Grenzgebiet des Rheinlandes und Westfalens (von Bülow 1996). In der niederrheinischen Bucht und dem niederrheinischen Tiefland sind dagegen verschiedene Vorkommen bekannt, darunter ein isoliertes Vorkommen bei Kleve. Wie kaum eine andere Art zeigt der Fadenmolch eine z.T. sehr scharfe Verbreitungsgrenze, deren exakte Kartierung ein Ziel unserer Arbeit ist.
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Bestimmung

Da insbesondere die Unterscheidung von Teich- und Fadenmolchweibchen auf erhebliche Schwierigkeiten stößt, muss für den Ungeübten gelten: Im Zweifelsfall sollte solange gekeschert werden, bis Männchen des Fadenmolches gefangen werden.
Zur Unterscheidung von Fadenmolch- und Teichmolch-Weibchen siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 (Bestimmungshilfen): Pdf-Datei hier laden ... [3.117 KB]

Fadenmolch

oben: Männchen, unten Weibchen

Fadenmolch-Männchen; darunter eine Weibchen. Foto M. Schlüpmann.

 
Schwanzspitze und Hinterfüße von Faden- und Teichmolch-Männchen  
Hinterfüße eines Männchens mit den typischen dunklen Schwimmhäuten (Hagen, Mai 2002). Foto M. Schlüpmann. Schwanz mit Schwanzfaden (Hagen, Mai 2002). Foto M. Schlüpmann.

Fadenmolch-Weibchen

Zur Bestimmung wichtig ist die ungefleckte, fleischfarbene (weil upigmentierte) Kehle. Tyisch für die Art ist i. d. R. auch der fast ungefleckte, glänzend gelbe Bauch.

Fadenmolch-Weibchen (Hagen, Mai 2002). Man beachte im Vergleich mit dem Teichmolch-Weibchen den fast ungefleckten, gelben (goldglänzenden) Bauch und die ungefleckte, fleischfarbene Kehle. Fotos M. Schlüpmann.

Fadenmolch- und Teichmolch-Weibchen

Typische Weibchen von Faden- und Teichmolch im Vergleich.

Bauchfleckung

Bauchseite von 3 Fadenmolch-Weibchen. Fotos: Martin Schlüpmann.

Lebensraum

Laichplatz

von Faden-, Bergmolch, Erkröte und Grasfrosch

Hier in einem von Quellen gespeisten Altwasserarm der unteren Lenne lebte in den 70er und 80er Jahren ein Massenvorkommen der Fadenmolche. In den letzten Jahren sind verstärkt Fische eingedrungen und haben den Bestand reduziert (Hagen März 2002). Foto: Martin Schlüpmann.

Kenntnisstand

Abgesehen von der Arbeit von Blab & Blab (1981) und Angaben in Schlüpmann et al. (1996) fehlen bislang populationsbiologische Untersuchungen in NRW völlig. Da die Tiere individuell nur schlecht auseinander zuhalten sind, sind längerfristige Studien leider nur begrenzt möglich.

Letzte Änderung am Samstag, 22. April 2017 um 19:00:44 Uhr.

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