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Ringelnatter - Natrix natrix

Ringelnatter - züngelnd

Junge Ringelnatter, züngelnd, aus dem nördlichen Sauerland (Iserlohn-Letmathe 25.5.1993). Foto: M. Schlüpmann.

Ringelnattern sind im allgemeinen an den gelblichen bis weißlichen halbmondförmigen Flecken, die nach hinten von schwarzen Flecken abgesetzt sind, gut erkennbar. Typisch für Ringelnattern sind auch die gekielten Schuppen (zum Vergleich siehe Schlingnatter = Glattnatter), an denen man die Natternhemden (abgestreifte Haut) erkennen kann.

Nachweis

Die Ringelnatter tritt häufiger an und in Gewässern auf, so auch an Fischteichen, Gartenteichen, Bächen u.a., wo sie mit etwas Glück und einiger Kenntnis, ggf. unter Zuhilfenahme eines Fernglases sonnend zu finden ist. Das Befragen von Garten- und Fischteichbesitzern kann wertvolle Hinweise bieten. Die Tiere entfernen sich aber auch sehr weit von den Gewässern.

Verbreitung

Ringelnatter

Die Ringelnatter ist in NRW weiter verbreitet als die Schlingnatter. Zwar bestehen auch bei dieser Art große Fundlücken, doch scheint es sich in weiten Bereichen des Sauer- und Münsterlandes doch um Beobachtungslücken zu handeln. Inwieweit in NRW tatsächlich größere Regionen unbesiedelt sind, etwa am Niederrhein ist bislang ungeklärt. Über die Bestände ist im Grunde ebenso wenig bekannt wie über mögliche Bestandstrends.
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Unterarten

Barren-Ringelnatter

Dieses typisch gezeichnete Tier aus dem Siegerland wurde von W. Fellenberg zwischen Brachthausen und Kohlhagen gefunden (1970). Foto: Hans Grünwald.

Die Unterartzugehörigkeit der Ringelnattern ist bislang in weiten Bereichen des Landes nur unzulänglich untersucht. Ringelnatterfunde sollten nach Möglichkeit fotografisch dokumentiert werden (insbesondere Flanken der Körpermitte und Kopf). Zur Unterscheidung der Unterarten siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 (Bestimmungshilfen: Pdf-Datei 3120 kB hier laden). Daten liegen bislang fast nur aus dem westlichen Westfalen (Fellenberg 1971, 1981, Fellenberg & Rühmekorf 1974, Schlüpmann 1982) vor. Einige Analysen hat auch Eckstein (1993) veröffentlicht. Nach bisheriger Einschätzung müssen vermutlich das gesamte Rheinland und weite Bereiche Westfalens dem Areal der Barrenringelnatter (Natrix natrix helvetica) zugerechnet werden. Im westlichen Westfalen lösen sich die typischen Merkmale der Barrenringelnatter aber bereits auf. Reine Barrenzeichnung ist hier bereits selten und es treten zunehmend Merkmale der Nominatform Natrix natrix natrix auf. Es sei aber betont das bislang alle neueren Funde der Ringelnatter im NW-Sauerland noch der Barrenringelnatter zuzurechnen sind.
Die westliche Unterart, die Barrenringelnatter (Natrix natrix helvetica), ist vor allem im Rheinland verbreitet. Im Bergischen Land und westlichen Westfalen treten vor allem Mischformen mit der Nominatform (N. n. natrix) auf.

Ringelnatter - Flankenzeichnung

Ringelnatter - Flankenzeichnungen

Zeichnungen von Mischformen der beiden Unterarten (aus Schlüpmann 1982a).

Lebensraum

Ringelnatter - Eischalen

Eiablageplätze sind nur vereinzelt bekannt geworden (Lange & Schlüpmann 1983). Gärende Sägemehl- oder Komposthaufen schaffen die notwendigen Temperatur- und Feuchtebedingungen zur Zeitigung und ermöglichen ein Vorkommen auch in den unwirtlichen Hochlagen des Sauerlandes. Angaben zum Substrat, zu Gelegegrößen u. a. wären sehr wertvoll.

Wiedererkennung

Insbesondere die schwarz-weiß gemusterte Bauchzeichnung ist bei Ringelnattern für eine individuelle Wiedererkennung gut geeignet.

Die Bauchzeichnung der Ringelnatter ist sehr variabel. Ringelnatter aus Hohenlimburg (Hagen 31.5.1997). Foto: M. Schlüpmann. v = vorne, h = hinten; Zeichnung aus Schlüpmann (1982).

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