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Ochsenfrosch - Lithobates catesbeianus

(alt: Rana catesbeiana)

Im Zoo- und Terrarienhandel werden Ochsenfrösche seit langem gehandelt. Als Larven und Jungfrösche wurden sie im Tierhandel und Gartenfachgeschäften teilweise gezielt für Gartenteiche in großer Zahl verkauft. Z. T. sind auch andere Arten in den Verkauf gelangt. Wer hierzu nähere Angaben machen kann, sollte dies dem Arbeitskreis mitteilen. In allen nachvollziehbaren Fällen, die uns bis dato genannt wurden, sind Gartenteiche die Aussetzungsgewässer. Von hier aus ist dann bei fehlender Gewässerabschrankung ein Auswandern in die Umgegend möglich. Gartenteichflüchtlinge und ausgesetzte Tiere gelangen daher immer wieder in die Natur.
Mittlerweile sind reproduzierende Populationen aus dem Bonner Raum belegt. Von zwei weiteren Gartenteichen wurde bekannt, dass die dort ausgesetzten Ochsenfrösche wieder eingefangen wurden. Aus anderen Regionen, so aus dem Raum Unna, gibt es Hinweise auf sich vermehrende Ochsenfrösche, „die dort in vielen Gärten seien“.
Die weitere Entwicklung ist nicht abschätzbar. Möglicherweise bleibt die Art aber auf Talauen und Niederungen beschränkt. Ob die Art in den heimischen Biozönosen Schaden anrichtet, ist letztlich nicht bekannt. Problemtisch ist die Entwicklung aber allemal und ein Beispiel dafür, wie leichtsinnig und unqualifiziert fremdländische Pflanzen- und Tierarten gehandelt werden. Der Tierhandel macht seine Geschäfte, die Natur hat den Schaden und die Allgemeinheit soll die Folgekosten tragen. Es fehlt an gesetzlichen Regelungen, die den Garten- und Zoohandel für die Folgeschäden regresspflichtig machen können.

Nachweise

Ochsenfrosch

Letzte Änderung am Samstag, 29. April 2017 um 13:37:29 Uhr.

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