Sie sind hier: Startseite » Rundbriefe » Rundbrief 37

Rundbrief 37 - 2014

Rundbrief zur Herpetofauna NRW 37 - 2014

Inhalt
37/1 Nachruf Prof. Dr. Reiner Feldmann 22. Februar 1933 - 6. Oktober 2014 hier .....
37/2 Naturschutzpreis der Bezirksregierung Arnsberg 2014 für den Arbeitskreis hier .....
37/3 Life+ Artenschutzprojekt Knoblauchkröte hier .....
37/4 Wasserfallen für Amphibien hier .....

37/1 Nachruf Prof. Dr. Reiner Feldmann

Reiner Feldmann 2006

22. Februar 1933 - 6. Oktober 2014

Am 6. Oktober 2014 ist Reiner Feldmann im Alter von 81 Jahren verstorben und am 10. Oktober in seinem Heimatort Menden-Bösperde unter großer Anteilnahme beigesetzt worden.

Prof. Dr. Reiner Feldmann ist untrennbar mit der Erforschung der Herpetofauna unseres Landes verbunden, hatte bereits seit den 1960er Jahren Gleichgesinnte um sich geschart und dann im Januar 1978 unseren Arbeitskreis gegründet und für etwa 15 Jahre geleitet (vgl. .....). Er war Ideengeber für viele Erfassungs- und Naturschutzprojekte in ganz Deutschland. Obwohl er noch einer Generation angehörte, die fast ausschließlich auf Deutsch publiziert hat, blieb sein Wirken auch außerhalb der deutschen Grenzen nicht ungehört.

Bereits in den 1950er Jahren begann er die Avifauna seiner Heimat zu untersuchen, später folgten neben der Herpetofauna, auch Säugetiere (insbesondere Fledermäuse und Zwergmäuse), Süßwassermollusken, verschiedene Insektengruppen (insbesondere Bockkäfer) u. a. In nahezu allen seinen Forschungsgebieten war er oft einer der Ersten im Lande, die das Thema ernsthaft bearbeiteten. Zweifelsohne, er war einer der führenden Faunisten unseres Landes.

Aber unvergessen, für die, die ihn kannten, war auch seine Persönlichkeit, seine Wirkung auf andere Menschen. Er war mehr als "der" Fachmann – er vermochte seine eigene Begeisterung anderen zu vermitteln, sie mit diesem "Bazillus" anzustecken, wie es Wilfrid Loos einmal formuliert hat. Das gilt für viele Menschen, die seinen Weg kreuzten. Vor allem aber wurden viele Naturbegeisterte von ihm zu systematischer Arbeit angeregt. Für nicht wenige Faunisten und Landschaftsökologen waren seine anregenden Vorträge, Exkursionen, seine hervorragend formulierten Veröffentlichungen, seine stets aufmunternden und bestärkenden Briefe und, wenn man das Glück hatte ihn persönlich zu treffen, die Gespräche und Diskussionen mit ihm, Ansporn die eigenen Beobachtungen zu intensivieren und noch unsystematische Tätigkeiten zu kanalisieren. Die durchaus schwierige Klientel der oft eigenwilligen Faunisten vermochte er für solche gemeinsamen Projekte zu binden. Die "Herpetofauna Westfalica", die nach nur drei Jahren, 1981, erschien (.....), bietet da ein wunderbares Beispiel. Ich habe keinen anderen Menschen kennengelernt, der eine vergleichbare Gabe besaß, Menschen für gemeinsame Projekte zu begeistern.

Dabei bevorzugte er für seine Projekte oder solche, an denen er mitarbeitete, dann zumeist auch leitend oder gleichberechtigt, kleine, überschaubare Gruppen, die sich einem Ziel verschrieben und es, zumindest unter seiner Führung, auch in einem überschaubaren Zeitraum erfolgreich beendeten. Das waren zumeist kleine Teams Gleichgesinnter (Molchzählungen, Ibisfliegen-Erfassung u. a.) oder überschaubare Arbeitsgemeinschaften. Die "Herpetofauna Westfalica" von 1981 ist da nur ein, wenn auch besonders gutes, Beispiel. Schon an der westfälischen Avifauna unter J. Peitzmeier, hatte er auch redaktionell mitgewirkt (1969 erschienen). An der westfälischen Säugetierfauna hat er zusammen mit R. Schröpfer und H. Vierhaus leitend mitgearbeitet (1984 erschienen). Die Arbeitsgemeinschaft oder der Arbeitskreis, nicht der große Verein oder Verband waren das, was seinem Naturell entsprach. Soweit es Vereine waren, in denen er sich engagierte, waren es kleine, sachorientierte Gruppierungen in seiner Heimatgemeinde, im alten Kreis Iserlohn, im Sauerland oder in Westfalen. Die Gründung der ABÖL, der Arbeitsgemeinschaft für biologisch-ökologische Landeserforschung 1975, später zur Akademie für ökologische Forschung umbenannt, ist auch diesem Wunsch entsprungen, die führenden und besonders engagierten Faunisten, Floristen und Ökologen Westfalens zu einem Gedankenaustausch und zu gemeinsamen Projekten zusammenzuführen. Er war hier Mitbegründer, von Anfang an im Vorstand tätig, später auch stellvertretender Vorsitzender und Vizepräsident. Sie trägt somit erkennbar auch seine Handschrift. Vor allem auch seiner Person, ist es zu verdanken, dass es nicht nur promovierte Wissenschaftler oder Hochschullehrer waren, die in den illustren Kreis aufgenommen wurden, sondern auch einige der führenden, aber ehrenamtlich tätigen Faunisten unseres Landes. Die Begeisterung für die Organismengruppe, gepaart mit über lange Jahre erworbene und über jeden Zweifel erhabene Sachkunde sowie ein hohes Maß an persönlicher Integrität waren die für ihn entscheidenden Kriterien.

Nicht vergessen sollte man sein Wirken als Pädagoge vor allem im Walram-Gymnasium in Menden, der Schule in der er selber sein Abitur machte und später 21 Jahre unterrichtete, aber auch als Fachleiter für Biologie und später als Regierungsschuldirektor in der Schulverwaltung der Bezirksregierung. So hat er eine ganze Generation von Biologielehrern geprägt und konnte den Biologieunterricht im Lande mitgestalten. Nebenher (seit 1982) unterrichtete er viele Jahre an der Bergischen Universität Wuppertal angehende Sicherheitsingenieure in Industrieökologie und biologischen Umweltschutz. Dort habilitierte er sich 1986 und wurde 1991 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Er blieb natürlich Vermittler des Wissens über seine Pensionierung hinaus. Bis 2013 führte er noch so manche Exkursion in das Sauerland oder informierte anschaulich in Vorträgen über die Tier- und Pflanzenwelt der Heimat.

In allem seinem Wirken war Reiner Feldmann tatsächlich durch und durch auch der Lehrer, der Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und Prägung begeisterte, ihnen Anregungen, aber allen auch Freiräume für die eigene Entwicklung bot. Dabei hatte er ein gutes Gespür für die Begeisterung und Ausbaufähigkeit auch jüngster Kandidaten, wovon ich selbst berichten kann. Der Unterzeichner kam nach dem zweiten Briefkontakt als Hauptschüler 1972/73 zum Molchzählerteam Feldmanns, der Kerngruppe des späteren Arbeitskreises. Reiner Feldmann erkannte wohl, dass es um mich in Sachen Amphibien und Reptilien geschehen war, und ich wurde so bereits im Alter von 14 Jahren in die systematische Erfassungs- und Kartierungsarbeit eingebunden. Mit seinen alljährlichen, über die damals in Schulen üblichen Matrizen vervielfältigten Ergebnisberichten, und ggf. mitgeschickten Sonderdrucke seiner neuesten Publikationen wurde man nach der Saison informiert und motiviert. So wurde ich stolzer Teil dieses Teams und noch stolzer war ich, als er mir 1976 schrieb, dass mein Untersuchungsgebiet jetzt eines der am besten untersuchten in Westfalen sei. Persönlich lernte ich ihn aber erst im Winter 1976/77 kennen, als ich ihm ein Überwinterungsquartier des Feuersalamanders in meinem Untersuchungsgebiet zeigen konnte.

Die Erfassung und Kartierung heimischer Tiere brachte es mit sich, dass R. Feldmann auch zu einem der frühen Naturschützer unseres Landes wurde. Schon in seiner ersten Veröffentlichung als Schüler im Jahr 1952 zeigte er den Rückgang der Schwalben in seiner Heimat auf. Neben den Vögeln, die seit jeher eine große Rolle im Naturschutz spielen, waren die damals sehr geringen Bestände an Fledermäusen hochgradig bedroht, und die Amphibien und Reptilien litten an der massiven Zerstörung ihrer Lebensräume (bis in die 1970er Jahre waren diese tatsächlich nahezu unkontrolliert und völlig rücksichtslos). Eine erste wegweisende Schrift zu "Amphibienschutz und Landschaftsplanung" hat er 1971 verfasst. Sie ist zugleich eine der ersten zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum. Feldmann erkannte früh die Notwendigkeit des Flächenschutzes, zusammen mit seinem Freund Georg Mieders erstellte er auch das erste "Biotopkataster" für den alten Kreis Iserlohn, in dem er bereits 1968 Kreisnaturschutzbeauftragter wurde (1973 erschienen). Dabei hatte er stets einen Blick für die Bedeutung sekundärer, von Menschen oft unbeabsichtigt geschaffener Lebensräume, seien es Abgrabungen, militärische Übungsgelände, Bergsenkungen, Bergwerkstollen, wassergefüllte Wagenspuren oder Stauteiche. Früher als viele andere Naturschützer erkannte er deren Potential und setzte sich für deren Schutz oder wenigstens deren Beachtung ein. Auch die erste Rote Liste der Lurche und Kriechtiere wurde 1976 von ihm für Westfalen veröffentlicht und an den ersten landes- und bundesweiten Listen wurde er selbstverständlich maßgeblicher Mitautor. Insbesondere die Verfüllung der Laichplätze, Schlüsselhabitate im Leben der Amphibien, machte ihm Sorgen und er wurde so zu einem der ersten Initiatoren des Kleingewässerschutzes in Deutschland. Die erfolgreichen Kleingewässerprogramme in unserem Land wurden wesentlich von ihm initiert und fachlich begleitet.

In einer Biographie und Bibliographie aus dem Jahr 1999 (Mieders & Müller) und zwei Festschriften wurde sein vielfältiges Wirken bereits gewürdigt:
- Schlüpmann & Nettmann (Hrsg.) (2006): Areale und Verbreitungsmuster: Genese und Analyse. Festschrift für Prof. Dr. Reiner Feldmann ....
- LWL-Museum für Naturkunde, Hrsg. (2013): Zur Faunistik und Vegetationskunde in Nordrhein-Westfalen. Professor Dr. Reiner Feldmann zum 80. Geburtstag. ....

Der Arbeitskreis verliert mit Reiner Feldmann seinen Begründer und Mentor. Auch in den sehr schwierigen Zeiten der letzten Jahre vor Erscheinen des Handbuches (2011) hat er uns unterstützt und ermuntert. Ich freue mich, Reiner Feldmann gekannt zu haben – vieles in meinem Leben hat er mitgeprägt. Und, ich bedanke mich auch ganz persönlich für seine langjährige freundschaftliche Unterstützung. Nicht nur ich, viele aus unserem Kreis werden einen wirklichen Freund vermissen. Tröstlich ist, dass er in all seinem vorbildlichen Wirken für mich und viele von uns unvergessen bleibt.

Martin Schlüpmann
Hagen im Oktober 2014

Lebensdaten

22. Februar 1933 geboren in Kloster Brunnen (Sundern, heute Hochsauerlandkreis); sein Vater war dort 17 Jahre lang Lehrer einer einklassigen Schule
1934: Familie siedelt nach Bösperde bei Menden um, wo der Vater die Konrektorstelle übernahm
1952: erster Aufsatz über den Rückgang der Schwalben im nördlichen Sauerland in der Zeitschrift "Natur und Heimat" (Münster)
1953: Abitur am Walram-Gymnasium in Menden
1953-1958: Studium für das Lehramt am Gymnasium in Münster und Insbruck (Zoologie, Botanik, Geographie, Germanistik, Philosophie und Pädagogik)
1958: Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen
1958-1960: Referendariat am Märkischen Gymnasium in Iserlohn und Besuch des Studienseminars in Bochum
1960: Pädagogische Staatsprüfung für die Fächer Deutsch, Biologie und Erdkunde
1960-1963: Lehrer am Städtischen Gymnasium in Dortmund
1962: Promotion (Dr. rer. nat.) an der Universität Münster am Geographischen Institut bei Prof. Dr. Wilhelm Müller-Wille mit dem Thema "Das Grundwort '-feld' in Siedlungsnamen des Nordost-Sauerlandes: ein Beitrag zur Frage seines Sachbezuges und seines Aussagewertes für die Siedlungsgeographie" (Note: "magna cum laude")
1963-1984: Lehrer am Walram-Gymnasium in Menden
1968-1973: Naturschutzbeauftragter des Kreises Iserlohn (Ehrenamt)
1970: Ernennung zum Studiendirektor und Fachleiter
1975-1985: zunächst Mitglied, später stellvertrender Vorsitzender im Beirat bei der Höheren Landschaftsbehörde des RP Arnsberg (Ehrenamt)
1975: Gründungs- und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für biologisch-ökologische Landesforschung (heute: Akademie für Ökologische Landesfoschung) (Ehrenamt)
1978: Gründung des Arbeitskreises Amphibien und Reptilien in Westfalen im Walram-Gymnasium (Ehrenamt)
1978: Berufung in die Geographische Kommission für Westfalen (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) (Ehrenamt)
1982: Lehrauftrag für das Fachgebiet Industrieökologie/Biologischer Umweltschutz an der Bergischen Universität Wuppertal (nebenberuflich)
1984: Dezernent in der Schulaufsicht beim Schulkollegium Münster
1984-1996: Leitender Regierungsschuldirektor in der Schulaufsicht für Gymnasien der Bezirksregierung Arnsberg
1986: Habilitation mit dem Thema: "Industriebedingte sekundäre Lebensräume als sicherheitswissenschaftliches Problem" (nebenberuflich)
1991: Ernennung zum außerplanmäßigen Professor
1996: Pensionierung
6. Oktober 2014 gestorben in Menden
10. Oktober 2014: Hl. Messe in der kath. Pfarrkirche Maria Magdalena in Bösperde, beigesetzt auf dem katholischen Friedhof in Menden-Bösperde gegenüber seinem Wohnhaus

Reiner Feldmann war mit Irmi (Irmgard) Feldmann verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne (Bernd und Jörg) und drei Enkelkinder hervor.

Literatur zur Person

e.t. (1986): Bundesverdienstkreuz für Dr. Reiner Feldmann. – Sauerland. Zeitschrift des Sauerländer Heimatbundes, Nr. 3/1986: 102. Und online im Internet http://www.sauerlaender-heimatbund.de/Sauerland_1986_3.pdf .....

Geiger, A. & Niekisch, M. (2006): Herpetologische Pfade zwischen dem Rheinland und Westfalen. In: Schlüpmann, M. & Nettmann, H.-K. (Hrsg.): Areale und Verbreitungsmuster: Genese und Analyse – Reiner Feldmann zum 70. – Zeitschrift für Feldherpetologie, Supplement 10: 19-28.

Loos, W. (2006): Prof. Dr. Reiner Feldmann zum 70. Geburtstag. In: Schlüpmann, M. & Nettmann, H.-K. (Hrsg.): Areale und Verbreitungsmuster: Genese und Analyse – Reiner Feldmann zum 70. – Zeitschrift für Feldherpetologie, Supplement 10: 17-18.

Mieders, G. & Müller, K. (1999): Reiner Feldmann. Biographie – Bibliographie. – Veröffentlichungen des Kreiskulturamtes – Landeskundliche Bibliothek Nr. 3, 48 S. (Bezug: Märkischer Kreis, Der Landrat, Kulturamt, Bismarkstraße 15, 58762 Altena; ISBN 3-926890-15-0).

Mieders, G. (1999): Biographie Reiner Feldmann. in: Märkischer Kreis, Der Landrat (Hrsg.): Reiner Feldmann. – Veröff. Kreiskulturamt, Landeskundliche Bibliothek, Altena 3: 9-12.
Müller, K. (1999): Bibliographie Reiner Feldmann (1952-1998). ln: Märkischer Kreis, Der Landrat (Hrsg.): Reiner Feldmann. – Veröff. Kreiskulturamt, Landeskundliche Bibliothek, Altena 3: 13-44.

Pott, R. (2013): Professor Dr. Reiner Feldmann zum 80. Geburtstag – eine Laudatio. – In: Beiträge zur Faunistik und Vegetationskunde in Nordrhein-Westfalen. Professor Dr. Reiner Feldmann zum 80. Geburtstag. – Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 75: 7-14.

Rehage, H. O. (2003): Prof. Dr. Reiner Feldmann aus Menden-Bösperde vollendet am 22. Februar 2003 sein 70. Lebensjahr. – Heimatpflege in Westfalen, Münster 16 (1): 24-25.

Schlüpmann, M. (2003): Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen – 25 Jahre. – Rundbrief zur Herpetofauna von NRW 24: 9-10. (Rdbr24_Dezember2003.pdf unter www.herpetofauna-nrw.de).

Schlüpmann, M. (2011): 1.1 Das Projekt Herpetofauna NRW – 1.1.1 Werdegang und Mitarbeiter. In: Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Handbuch der Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalens. – Bielefeld (Laurenti), 15-42.

Schlüpmann, M. (2013): Populationsparameter und Dichte der Molche (Gattungen Mesotriton und Lissotriton; Amphibia: Salamandridae) in stehenden Kleingewässern des Nordwestsauerlandes – ein Beitrag auch zum Kescherfang von Molchen. – In: Beiträge zur Faunistik und Vegetationskunde in Nordrhein-Westfalen. Prof. Dr. Reiner Feldmann zum 80. Geburtstag – eine Festschrift. – Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 75: 123-150.

Schlüpmann, M. & Geiger, A. (2011): 1.1.2 Von den Anfängen der Feldherpetologie bis zur Gründung des Arbeitskreises. In: Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Handbuch der Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalens. – Bielefeld (Laurenti), 43-50.

Schlüpmann, M., Henf, M. & Geiger, A. (1995): Kescher für den Amphibienfang. – Zeitschrift für Feldherpetologie, Magdeburg 2: 227-229.

Schlüpmann, M. & Kronshage, A. unter Mitarb. von Geiger A. (1995): Bibliographie zur Herpetofauna Nordrhein-Westfalens – Zeitschrift für Feldherpetologie 2: 97-220.

Schlüpmann, M. & Nettmann, H.-K. (Hrsg.) (2006): Areale und Verbreitungsmuster: Genese und Analyse. – Zeitschrift für Feldherpetologie, Supplement 10, 240 S.

Schlüpmann, M. & Nettmann, H.-K. (2006): Vorwort. In: Schlüpmann, M. & Nettmann, H.-K. (Hrsg.): Areale und Verbreitungsmuster: Genese und Analyse. – Zeitschrift für Feldherpetologie, Supplement 10: 5-7.

Schlüpmann, M. & Nettmann, H.-K. (2006): Prof. Dr. Reiner Feldmann. In: Nettmann, H. K. & Schlüpmann, M. (Hrsg.): Areale und Verbreitungsmuster: Genese und Analyse. – Zeitschrift für Feldherpetologie, Supplement 10: 9-15.

Von Bülow, B. (2013): Reiner Feldmann, ein begeisterter "Gummistiefelbiologe". – In: Beiträge zur Faunistik und Vegetationskunde in Nordrhein-Westfalen. Professor Dr. Reiner Feldmann zum 80. Geburtstag. – Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 75: 203-205.

Internetquellen
Anonymus: Walram feiert den Hundersten. – Lokalkompass 2012 .....
Czerwinski, Heinz-Jürgen: 80. Geburtstag. Ein großer Sohn der Stadt Menden. – Der Westen (Westfalenpost) 22.02.2013 .....
Czerwinski, Heinz-Jürgen: Große Trauer in Menden. Prof. Reiner Feldmann ist verstorben. – Der Westen (Westfalenpost) 08.10.2014 .....
Geschichte der Akademie für ökologische Landesforschung e. V. .....
Maranca, Pia: Schule. Walram: Festakt zum 100-jährigen Jubiläum. – Der Westen (WP) 25.02.2012 .....
Mitglied der Geographischen Kommission für Westfalen: Prof. Dr. Reiner Feldmann .....
Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna 10. Oktober 2014: Menden: Wir trauern um Reiner Feldmann .....
Törnig-Struck, J. (2012): 100 Jahre Museum und Museumsverein Menden. – Sauerland Heft 1/ 2012 Sauerländer Heimatbund .....

Traueranzeige .....

37/2 Naturschutzpreis d. Bezirksregierung Arnsberg

2014 für den Arbeitskreis

Der Arbeitskreis hat den Naturschutzpreis der Bezirksregierung Arnsberg 2014 erhalten. Der Preis wurde in diesem Jahr unter dem Motto "Naturschutz digital" ausgelobt. Der Arbeitskreis hatte sich mit seinem Online-Fundmeldesystem um den Preis beworben. Aus 19 Beiträgen wählte die Jury aus. Heute hat Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann im Großen Sitzungssaal der Bezirksregierung die Preisträger ausgezeichnet. Die Jury hatte uns als 1. Preisträger ausgewählt. In die Kategorie fallen in diesem Jahr insgesamt fünf Gewinner.
Wir freuen uns, dass wir den Geldpreis für die weitere Verbesserung des Systems nutzen können.

Mehr zum Naturschutzpreis auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg ........

Presseerklärung des Arbeitskreises hier abrufen ..... [51 KB]

Preisverleihung an den Arbeitskreis

Übergabe der Urkunde an Martin Schlüpmann und Dr. Randolph Kricke durch Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann

37/3 Life+ Artenschutzprojekt Knoblauchkröte

Knoblauchkröte

Durch das EU-Finanzierungsinstrument Life+ und den Naturschutzmitteln des Landes NRW soll zwischen 2013 und 2016 für die FFH-Anhang 4 – Art Knoblauchkröte Schutzmaßnahmen – Optimierung von Laichgewässern, Durchführung von Rettungszuchten und Initialisierung von Spiegelpopulationen – umgesetzt werden. Dieses Artenschutzprojekt wird federführend durch die NABU Naturschutzstation Münsterland in Kooperationen mit Flächeneigentümern und dem LANUV an vier Standorten im Münsterland mit dem Schwerpunktraum des Kreises Warendorf ab 2013 begonnen. Auch unser Arbeitskreis Amphibien und Reptilien NRW ist im Rahmen der wissenschaftlichen Unterstützung des Projekts eingebunden.
Eine erste Übersicht über die geplanten Aktivitäten dieses Life+- Projekts wird vorgestellt. mehr ..... [3.461 KB]

37/4 Wasserfallen für Amphibien

Wasserfallen für Amphibien 2014

Literaturhinweis:
Andreas Kronshage & Dieter Glandt (Hrsg.):
Wasserfallen für Amphibien – Praktische Anwendung im Artenmonitoring
Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde, Band 77 (2014), 369 Seiten

Der Band enthält Vorträge und Ergebnisse zum Thema „Wasserfallen für Amphibien“ aus einer Fachtagung, einem Experten-Workshop und einer Expertenbefragung mit Teilnehmern auch aus Österreich, Luxemburg und Frankreich. Es ist der erste und umfassendste Band zu diesem hochaktuellen Thema im europäischen Raum.
Die Vielfalt der Beiträge zeigt die zum Teil vorhandenen unterschiedlichen Ansichten zum Thema Wasserfallen. Die Diskussionen dazu sind sicher noch nicht abgeschlossen. Insgesamt 17 Autoren waren mit 17 Beiträgen am Fallenband beteiligt. Die Beiträge enthalten unter anderem eine Vielzahl von Anregungen, Fragestellungen und Empfehlungen zum Umgang mit Wasserfallen. Die unterschiedlichen Fängigkeiten der verschiedenen Fallentypen werden dargestellt.
Das Thema ist für die Praxis im Artenmonitoring von hoher Bedeutung. Personen aus Naturschutzverwaltungen und -vereinigungen, freiberufliche Biologen und Mitarbeiter aus Planungsbüros sowie ehrenamtlich tätige Herpetologen und Kartierer erhalten einen Überblick über die aktuellen Methoden sowie deren Vor- und Nachteile.
Der Band ist durchgehend farbig bebildert.

Zu beziehen ist er bei der folgenden Anschrift (Band 77, Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde):
LWL-Museum für Naturkunde
Herrn Bergmeier
Sentruper Straße 285
48161 Münster
E-Mail: naturkundemuseum@lwl.org
Der Band ist in zwei Versionen erhältlich:
a) Die für die Abhandlungen übliche Version mit einem Softcover in gelb, ohne farbige Bilder auf dem Buchumschlag. Der Preis beträgt 19,80 Euro.
b) In einer Hardcover-Version mit festem Bucheinband und farbigem Umschlagdruck vorne und hinten. Der Preis beträgt 24,80 Euro.
Alle Preise zuzüglich Versandkosten (Porto und Verpackung).

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
• Dieter Glandt: Wasserfallen als Hilfsmittel der Amphibienerfassung – eine Standortbestimmung
• Andreas Kronshage & Dieter Glandt: Minnow traps from North America as tools for monitoring amphibians – first results from European newt populations
• Julia Bliesener & Martin Schlüpmann: Räumlich differenzierte Erfassung von Molchen (Gattungen Mesotriton, Lissotriton, Triturus) und deren Larven in Gewässern mittels Flaschenreusen – ein Beitrag zur Bedeutung von Ufer und Wassertiefe beim Einsatz von Wasserfallen
• Martin Schlüpmann: Untersuchungen und Monitoring von Amphibien mit Wasserfallen aus einfachen Mitteln
• Kerstin Gonschorrek: Erfassung der heimischen Molcharten im nördlichen Westfalen – ein Methodenvergleich
• Bernd von Bülow: Erfahrungen mit Unterwasserfallen für Amphibien
• David Dewsbury: A Novel, Effective and Safe Newt Trap
• Stéphane Bellenoue: Natura 2000 und Kammmolche (Triturus cristatus) in der Champagne-Ardenne (Frankreich)
• Birgit Blosat: Negative Erfahrungen mit Flaschenreusen in amphibienreichen Kleingewässern der Eifel
• Birgit Blosat: Vergleich der Fängigkeit von Kleinfischreusen und Eimerreusen – Erste Ergebnisse aus verschiedenen Gewässern Nordrhein-Westfalens
• Sascha Schleich: Amphibiennachweise bei der Flusskrebserfassung mit Hilfe verschiedener Reusentypen
• Gunnar Siedenschnur & Tasso Schikore: Optimierung der „Ortmann-Eimerreuse“ zum Fang von Molchen – Bauanleitung und Erfahrungsbericht zu ihrem Einsatz
• Arno Geiger: Einsatz von Wasserfallen für das FFH-Monitoring des Kammmolches (Triturus cristatus ) in Nordrhein-Westfalen – erste Auswertungen
• Manfred Haacks: Erfahrungen mit Wasserfallen im Rahmen des Kammmolch-Monitorings in Schleswig-Holstein 2003 – 2012
• Susanne Böll: Potentielle Verbreitung des Chytridiomykose-Erregers Batrachochytrium dendrobatidis über Wasserfallen
• Andreas Kronshage, Martin Schlüpmann, Christian Beckmann, Klaus Weddeling, Arno Geiger, Manfred Haacks & Susanne Böll: Empfehlungen zum Einsatz von Wasserfallen bei Amphibienerfassungen
• Andreas Kronshage & Dieter Glandt: Auswahl-Bibliografie zum Thema Erfassung von Amphibien mittels Wasserfallen

Letzte Änderung am Donnerstag, 25. Mai 2017 um 11:54:35 Uhr.

Zugriffe heute: 1 - gesamt: 1276.