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Schlingnatter - Coronella austriaca

Schlingnatter

Die folgenden Fotos zeigen eine Schlingnatter aus dem nördlichen Sauerland (Iserlohn-Letmathe 23.5.1997). Typisch ist die Doppelreihe versetzter Flecken auf dem Rücken, die oberflächlich betrachtet als Zickzackband gedeutet werden können. Männchen sind an der grauen Zeichnung zu erkennen. Foto: M. Schlüpmann

Bestimmung

Schlingnatter - züngelnd

Zur Unterscheidung der Schlingnatter von der Kreuzotter siehe Rundbrief Nr. 28 April 2005 Bestimmungshilfen: Pdf-Datei hier laden ... [3.117 KB]

Anders als bei Kreuzottern sind auf dem Rücken zumeist zwei versetzte Reihen von Flecken angeordnet. Foto: Martin Schlüpmann Die Nackenzeichnung ist bei Schlingnattern sehr individuell ausgebildet. Die Schuppen sind ungekielt (Glattnatter). Foto: Martin Schlüpmann.
Die Bauchseite der Schlingnatter ist häufig dunkel gefärbt. Foto: Martin Schlüpmann Die einreihigen Bauchschilder (Ventralia) sind von den Schwanzschildern (Doppelreihe) gut unterscheidbar (siehe rechtes Foto), dazwischen liegt die Kloakenöffnung. Foto: Martin Schlüpman

Nachweis

Für den Nachweis von Reptilien (insbesondere Schlangen) sind Ferngläser, besonders solche mit guter Naheinstellung hilfreich. Geeignete Habitate und Habitatstrukturen werden vor dem Betreten mit Hilfe des Glases abgesucht. Gerade der Nachweis von Schlingnattern bleibt allerdings sehr zufallsabhängig, da die Art auch in Regionen einer mehr oder weniger geschlossenen Besiedlung, etwa weiten Bereichen des Sauerlandes nur in geringer Individuenzahl auftritt.

Verbreitung

Schlingnatter

Nach bisheriger Kenntnis ist die Schlingnatter in NRW sehr ungleichmäßig verbreitet, so in weiten Bereichen des Süderberglandes, des ostwestfälischen Berglandes, an der unteren Lippe, in der Eifel und dem Rur-Schwalm-Gebiet. Weite Bereiche des Münsterlandes, der niederrheinischen Bucht und des Niederrheinischen Tieflandes sind dagegen fundfrei.
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Lebensräume

Ihre Lebensräume teilt sie im wesentlichen mit Waldeidechsen und Blindschleichen, die ihre Nahrungsgrundlage darstellen: Waldlichtungen, Schonungen, Säume, Halbtrockenrasen, Heiden. Auch die Nähe des Menschen meidet sie prinzipiell nicht, wie Funde im Sauerland zeigen, wo wir ich sie mehrfach in Gärten in Waldrandlage nachweisen konnte.
Lebensraum der Schlingnatter am Waldrand direkt hinter einer Schule in Iserlohn-Letmathe. Foto: M. Schlüpmann.

Kenntnisstand

Die Schlingnatter entzieht sich aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise nicht nur dem Nachweis, der zumeist zufällig erfolgt, auch sinnvolle biologische Untersuchungen zur Lebensweise sind ohne gewaltigen Zeitaufwand kaum denkbar. Durch die landesweite Zusammenarbeit vieler fachkundiger Personen kann das Wissen um die Art immerhin deutlich gemehrt werden. Hierfür ist gerade bei dieser Art eine genaue Protokollierung der Fundumstände (Uhrzeit, Verhalten) und Strukturen notwendig. Der Fundortmeldebogen des Arbeitskreises bietet hierzu die notwendigen Hilfestellungen. Wer Stellen kennt, an denen die Schlingnatter regelmäßig auftritt, kann dies zur Grundlage verschiedener Untersuchungen machen: Feststellung tages- und jahreszeitlicher Aktivitätsmuster, Auftreten von Jungtieren, Strukturpräferenzen, Geschlechterrelation u. a.

Letzte Änderung am Sonntag, 25. Juni 2017 um 12:43:01 Uhr.

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