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Laubfrosch - Hyla arborea

Zwei Laubfrösche in einer Wiesenblänke bei Kattenvenne, hier mit typischer einfarbiger Haut. Foto: Martin Schlüpmann Dieses rufende Tier zeigt eine auufallend dunkel und helle Fleckung. Foto: Martin Schlüpmann Hier ein Tier mit Flecken. Laubfrösche sind zum Farbwechsel in der Lage. Foto: Martin Schlüpmann.
Rufendes Männchen. Foto: M. Schlüpmann.

Laubfrosch, auf einem Schilfblatt sich sonnend. Foto: M. Schlüpmann.

Verbreitung

Laubfrosch

Der Laubfrosch ist eine der selteneren Arten unseres Landes. Wie kaum eine andere Art sind die Bestände dieser in den Niederungen ehedem weit verbreiteten Art in vielen Landesteilen rapide zusammengebrochen. Besonders die Populationen im Rheinland sind dramatisch zusammengebrochen (Schall in Geiger & Niekisch 1983), während die westfälischen eher Anlass zur Hoffnung bieten. Immerhin hat er sich hier bereits aus dem Sauerland und seinen Randzonen zurückgezogen (Schlüpmann & Geiger 1998, 1999). Vom Laubfrosch sollen möglichst alle Vorkommen erfasst und dokumentiert werden. In den letzten Jahren hat die Art große Aufmerksamkeit im Naturschutz erlangt (Projekt "Ein König sucht sein Reich").
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Nachweise

Die Art ist am einfachsten und wirkungsvollsten über die rufenden Tiere von Mai-Juli nachzuweisen. Die enorme Lautstärke ermöglicht das Auffinden von Populationen über mehrere hundert Meter.

Merkmale

Laubfrosch-Flanke

Laubfrosch-Weibchen (Hamm/Ahlen 3.9.2000). Die gefüllten Eierstöcke sind auf dem rechten Foto gut erkennbar. Beim in Mitteleuropa natürlich vorkommenden Europäische Laubfrosch zieht sich der Flankenstreifen vom Kopf bis zur Hüfte, wo er eine typische Hüftschlinge aufweist (rechts). Foto: M. Schlüpmann.

Geschlechterbestimmung

Laubfrosch - Weibchen und Männchen

Laubfrosch-Weibchen (links) und Männchen mit dunklerer Bauchseite und dunkler Kehle (rechts). Foto: M. Schlüpmann.

Gähnender Laubfrosch

Das was so aussieht ist eigentlich kein Gähnen.
Das "Gähnen" bei Fröschen ist vielmehr Teil des Häutungsvorgangs. Alle Amphibien häuten sich regelmäßig. Beim "Gähnen" ziehen sie die Haut ins Maul und fressen sie auf. Oft blähen sie sich dazu auch auf, dann ziehen sie sich zusammen, und nicht selten streifen sie die Haut mit Händen und Füßen ab.
All das zeigen auch die schönen Fotos, die das Ehepaar Postler zur Verfügung gestellt hat.

Wissenstand

Über die Habitatansprüche, über Lebensweise, Populationsbiologie und Morphometrie ist aus NRW bislang nur wenig bekannt. Hier gilt es Wissenslücken zu schließen.

Letzte Änderung am Sonntag, 25. Juni 2017 um 12:41:57 Uhr.

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